Brasilien/Amazonas 2016

Liebe Amazonas Interessierte und Gäste,

Brasilien und der Amazonas sind gegenwärtig sehr präsent in den Medien. Leider sind es zumeist negative Meldungen, die wir bekommen. Vor allem die rasante Verbreitung des Zika Virus macht Vielen, die eine Reise in den Amazonas erwägen, Sorgen. Diese sind jedoch unnötig.

Das Virus wird von derselben Mücke wie das Dengue Fieber übertragen. Diese Mücke beschränkt sich in erster Linie auf urbane Bereiche. Dies bedeutet, dass es für unsere Touren keinerlei Bedrohung darstellt, denn wir bewegen uns bei unseren Touren abseits von Orten und übernachten inmitten unberührter Natur. Es gilt also hier das Gleiche wie für die immer wieder gestellte Frage nach der Malariagefahr. Wir haben in den elf Jahren unserer Reiseaktivitäten noch keinen einzigen Fall von Malaria oder Degue gehabt.

Weitere Probleme in Brasilien ist die rasante Talfahrt der Wirtschaft und die damit verbundenen rasanten Preissteigerungen. Der Arten- und Waldschutz bleibt da völlig auf der Strecke.

Neueste Daten der brasilianischen Weltraumbehörde INPA (Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais) belegen, dass von 1988 bis 2014 etwa 407.675 Quadratkilometer Amazonas-Regenwald zerstört wurden. In der unrühmlichen Rangliste für diese Periode belegt der Bundesstaat Mato Grosso mit einer Abholzung von 137.981 Quadratkilometern Rang eins, dahinter folgen Pará (137.981) Rondônia (55.455) und Maranhão (24.195 Quadratkilometer Fläche entwaldet).

Dabei ist der Bundesstaat Amazonas, insbesondere die Region des Rio Negro, also dort, wo unsere Touren stattfinden, noch am wenigsten von der katastrophalen Naturvernichtung verschont geblieben:

Hierzu im Fogenden einige Links auf sehr informative Artikel der Agentur Latinapress:

Lateinamerika: El Niño heizt Brände und Dürre im Amazonas-Regenwald an

Hiobsbotschaft aus Brasilien: Entwaldung im Amazonas nimmt deutlich zu

Brasilien: Immer tiefer in die Ramschzone

Lateinamerika: Hälfte der Baumarten im Amazonas vom Aussterben bedroht

Manaus/Novo Airão/Rio Negro im März 2016
Wolfgang Brög

 

Zur Lage der Indigenen Völker in Amazonien

Liebe Amazonas Interessierte.

Während unserer Touren fragen unsere Gäste sher oft nach den Ureinwohnern, den Indianern. Wir bieten keine Touren zu Indianern an. Es existieren zwar Angebote, wir sindjedoch de Ansicht, dass sich das im verschwinden begriffene indigene Dasein und ihre Kultur nicht für touristische Aktivitäten eignet.

Normalerweiseist es ohnehin nicht erlaubt, indianische Reservate zu besuchen. Auf Unglauben stösst bei unseren GÄsten immer, wenn wir die Stellung und das Ansehen der indigenen Ureinwohner in der brasilianischen Gesellschaft zu erklären versuchen. Wenn auch im südlichen, wesentlich mehr geboldeten Süden Brasiliens hier keinerlei Rassismus zu bemerken ist, schaut dies im nördlichen Bereich anders aus, wie uns der folgende Artikel zeigt, der gerade im Nachrichtendiest Latinaspress zulesen war:

 „Survival International kürt am Mittwoch (16.12.2015) den Gewinner der diesjährigen „Rassist des Jahres“-Auszeichnung: Es handelt sich um Fernando Furtado, den stellvertretenden Landesvorsitzenden des brasilianischen Bundesstaates Maranhão. Furtado, der der kommunistischen Partei Brasiliens angehört, erhielt den Preis für seine Rede im Juli diesen Jahres, in der er erklärte, dass man amazonische Indigene an Hunger sterben lassen solle. Er nannte Indigene außerdem einen „Haufen kleiner Schwuler“. Nachdem Furtado in Brasilien öffentliche Empörung ausgelöst hatte, wurde er zum Verfassen einer formellen Entschuldigung gezwungen.

Während einer Versammlung von Holzfällern und Farmern sagte Furtado über indigene Völker: „Sie wissen nicht, wie man Reis anbaut. Also lasst sie in Armut und an Hunger sterben; das ist das Beste, denn sie wissen nicht, wie man arbeitet.“

Die Rede wurde in einer Siedlergemeinschaft in São João do Caru gehalten, die an der Grenze zum angestammten Land der indigenen Awá, einem pre-amazonischen Waldgebiet, liegt. Von Holzfällern gelegte Waldbrände wüten noch immer in der Region und bedrohen das Leben mehrerer Hundert indigener Awá. Darunter befinden sich auch Gruppen unkontaktierter Awá, die zu den bedrohtesten Gesellschaften unseres Planeten zählen.

Unter Berücksichtigung der Schwere der Beleidigung sowie des Kontextes, in dem Furtado sich über indigene Völker äußerte, hält Survival es für angemessen, Furtados Bemerkungen als Anstiftung zu Rassismus einzustufen. In der Region sind Vorurteile gegenüber indigenen Völkern weit verbreitet. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Vorurteile auch Teil des Motives für die vor kurzem ausgeführten Brandanschläge auf die Awá waren.

Im vorigen Jahr erhielt der brasilianische Kongressabgeordnete Luis Carlos Heinze Survival Internationals berüchtigte Auszeichnung. Er hatte sich folgendermaßen geäußert: „Die Regierung (…) liegt im Bett mit den Schwarzen, Indianern, Schwulen, Lesben, all den Verlierern.”

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte: „Diese schrecklichen Kommentare zeigen das Ausmaß des Rassismus gegenüber indigenen Völkern innerhalb einer der mächtigsten Kreise der brasilianischen Gesellschaft. Es ist wichtig, dass sowohl den Menschen innerhalb als auch außerhalb Brasiliens dieser Missstand bewusst ist: Diese Art des Rassismus führt zu völkermörderischen Angriffen wie indigene Völker in Brasilien sie gegenwärtig erleben. Deshalb haben wir uns entschieden, Furtado zum „Rassisten des Jahres” zu ernennen.“

Club Fred aus Weilheim/Oberbayern auf der Aynara

Im Juli 2015 hatten wir den Club Fred mit 8 Teilnehmern an Bord für unsere Tour EXP-2 Einer der Teilnehmer, Wolfgang Pfäffl, hat jetzt einige sehenswerte Videos von der Tour auf Youtube gestellt. Vielen Dank dafür und viel Spaß bei zuschauen – Es lohnt sich… Im Oktober 2015 Wolfgang Brög https://www.youtube.com/watch?v=XmoLqFzhWcM https://www.youtube.com/watch?v=ltdj5soDiEs

10 Jahre Amazonas Reisen

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DSCI0347Liebe Amazonas Interessierte und ehemalige Gäste,

im Frühjahr dieses Jahres haben wir ein Jubiläum: 10 Jahre Amazonas Reisen!

Das bedeutet für uns 10 Jahre zufriedene und begeisterte Gäste, 10 Jahre ohne einen Reiseausfall und 10 Jahre ohne Unfall, ohne ernsthafte Krankheiten oder Zwischenfälle und ohne einen einzigen Fall von Malaria. Vielen Gästen konnten wir ein anderes, neues Bild vom Amazonas vermitteln. Was am meisten beeindruckte:
– die ungeheuren Dimensionen
– die Unberührtheit und Abgeschiedenheit
– so gut wie keine anderen Reisegruppen
– das Baden im Schwarzwasser, keine angreifenden Piranhas und Krokodile
– keine Moskitos
– das reichhaltige und leckere Essen an Bord
– die freundliche und familiäre Atmosphäre auf dem Schiff
– das Bordkino mit Filmen von Wolfgang Brög über den Amazonas

Diese positive Bilanz ist uns, dem Team Amazonas Reisen, ein Ansporn. Der von Beginn an ständig steigende Zuspruch und die positive Resonanz bestärken uns in der Überzeugung, für Amazonas interessierte Naturliebhaber eine Reiseform gefunden zu haben, die Individualität, Komfort, Naturerlebnis und Umweltverträglichkeit sinnvoll miteinander verbindet.

Unsere neu in Betrieb genommene Urwaldlodge „Cheiro do Mato“ (Duft des Waldes) erweckt reges Interesse und ist im September dieses Jahres (15.-29.) bereits ausgebucht für einen Event.

Januar 2015
Wolfgang Brög

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Dschungellodge für längere Aufenthalte und Exkursionen in den Regenwald

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Urwaldlodge „Cheiro Do Mato“ in Betrieb genommen

Dschungellodge Cheiro do Mato
Dschungellodge Cheiro do Mato

Der Urwaldstützpunkt Cheiro Do Mato (Duft des Waldes)

liegt am Ufer des Rio Apuaú direkt gegenüber dem Nationalpark Anavilhanas und ist ein stilles Naturparadies, das seinesgleichen sucht. Von dem großen Rundbau, im indianischen Stil mit Palmblättern gedeckt, genießt der Besucher einen traumhaften Ausblick auf den Rio Apuaú und den Regenwald, dort wo an manchen Tagen direkt gegenüber die Sonne in spektakulären Farben untergeht. Hinter der kleinen Anlage, einem ehemaligen Siedlerhaus, beginnt der Primärregenwald. Wir nennen ihn den “Wald der Riesenbäume”, denn hier wachsen ungewöhnlich viele hohe Bäume.

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Flussblick vom Balkon

Die Anlage ist von Novo Airão aus in ca. 1 Stunde mit dem Boot zu erreichen und verfügt über eine eigene Wasserversorgung mit Mineralwasser aus Tiefbrunnen, eigene Stromversorgung, Küche mit Kühlschrank, Freezer und Eismaschine, TV mit Satellitenschüssel, problemlose Handyverbindung über unser spezielles Telefon mit Antenne.

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Indianischer Rundbau

Für Übernachtungen in der Hängematte dient unser großer Rundbau. In dem Haus neben dem Rundbau befinden sich drei Zimmer, alle mit Balkon und Flussblick. Davon ist eines ein Apartement mit großem Doppelbett, seperatem WC/Dusche und kleinem Vorraum und separatem Balkon. Mit Klimaanlage und/oder Ventilator. Das zweite Zimmer hat ein Doppelbett mit darüberliegendem Einzelbett, Klimaanlage und/oder Ventilator sowie einen gemeinsamen Balkon mit dem dritten Zimmer. Dieses hat ein großes Doppelbett mit Ventilator.

cdm_8_neugVon hier aus können zahlreiche Ausflüge in die naheliegenden Anavilhanas (Archipel mit unzähligen Kanälen Inseln und Lagunen), in den Regenwald und schöne Seitenkanäle unternommen werden. Ebenfalls möglich sind längere Bootsausflüge zu verschiedenen Seitenflüssen mit Stromschnellen und Wasserfällen. Am Morgen können Frühaufsteher zahllose Vögel und Nagetiere beobachten, bei niedrigem Wasserstand können nächtliche Ausfahrten zu Tierbeobachtungen unternommen werden. Sie können sehen Krokodile, Vögel, Frösche, Schlangen und anderes.

Der große Rundbau im indianischen Stil mit Palmblättern gedeckt. er bietet Platz für Gruppen mit bis zu ca. 25 Gästen in Hängematten und 6 Gäste in Zimmern mit Betten. Ideal auch geeignet für Langzeitaufenthalte mit günstigen Preisen für Selbstversorger.

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Terminkalender von Amazonas Reisen

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Termine Amazonasreisen 2019/20
Termine Amazonasreisen 2019/20

Terminkalender von Amazonas Reisen. Hier finden Sie die aktuellen, bereits gebuchten Touren. Wenn eine Tour grün markiert ist, können Sie dazu buchen, wenn noch kein Eintrag da ist, können sie einen neuen Termin vereinbaren, was bereits ab zwei Teilnehmern möglich ist.

Erste Direktverbindung von Europa nach Manaus

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Endlich gibt es eine direkte Flugverbindung von Europa nach Manaus. Ab 2 Juni fliegt die TAP (Air Portugal) dreimal die Woche Dienstag, Freitag und Sonntag nach Manaus mit Zwischenstopp in Belém. Der Rückflug geht dann direkt von Manaus nach Lissabon. Dadurch verkürzen sich die Reisezeiten nach Manaus erheblich, mussten doch bisher Umwege von vielen tausend Kilometern über São Paulo oder Rio de Janeiro bzw. USA in Kauf genommen werden. Manaus ist dadurch von Europa nun wesentlich leichter erreichbar, was auch unsere Tourangebote von Amazonas Reisen noch attraktiver macht.

Update 2016:

Leider fliegt die TAP nun nur noch bis Belem. Dann geht es mit „AZUL“ weiter nach Manaus.

Fotos von einer unserer Touren

Mit freundlicher Genehmigung unserer Gäste hier ein Link auf eine eindrucksvolle Fotogalerie von einer unserer Touren.

…obwohl schon wieder Weihnachten ist denken wir oft an unsere erlebnisreiche Tour in Begleitung unseres tollen Guids Soldato und unserer Gourmeköchin Rita.
Wir hatten Euch versprochen, Fotos zu senden. Gleichzeitig wollen wir damit natürlich auch unter Beweis stellen, dass wir Profikameras nicht nur tragen können.

Hier also die Fotos: https://www.dropbox.com/sh/6ukz9wusari1pnr/0jXnJUM936
Ihr könnt die Fotos auch gerne unentgeltlich auf Eurer Webseite nutzen, wenn ihr den Namen des Fotografen (Ulrich Dost-Roxin) wahrt.

Euch also ein gesundes Neues Jahr. Vergiss bitte nicht, diese Wünsche auch Soldato und Arita zu übermitteln. Und sag ihnen, Soldato würden wir überall hin in den Dschungel folgen und uns jederzeit wieder von Arita mit ihrer kulinarischen Küche verwöhnen lassen.

Gruß auch an die Schiffsjungen und Frank.
Herzliche Grüße,  Ilka und Ulrich Dost-Roxin

Manaus im Januar 2014

Liebe Gäste und Interessierte von Amazonas Reisen

Manaus im Januar 2014

Kürzlich erhielt ich von einer Journalistin einige Fragen in Bezug auf die bevorstehende WM, die ich zusammen mit meinen Antworten gerne hier wiedergebe:

 

Zu Ihren Fragen kann ich mich gerne äußern:

– ob bereits im vergangenen Jahr mehr Touristen nach Manaus gekommen sind? >> Nicht dass ich wüsste…

– Wie schätzen Sie die Touristenströme 2014 ein? >> In Manaus werden drei Vorrundenspiele stattfinden. Die Touristenströme werden sich wohl in diesem Zeitraum auf die nähere Umgebung von Manaus beschränken.

– Rechnen Sie in Ihrer Agentur mit einem Ansturm und wie bereiten Sie sich darauf vor? Gibt es vielleicht schon spezielle Reservierungen für den Zeitraum der WM? >> Da wir wie gesagt eher spezialisiert auf Naturerlebnisse und Flussreisen sind, denke ich, dass die WM uns wenig tangieren wird.

– Ist die Stadt Manaus Ihrer Meinung nach für die WM, die Fans und die Touristen gerüstet? >> die Stadt ist chaotisch, schmutzig und der Verkehr kollabiert bereits ohne ein solches Event jeden Tag. Außer Meeting of the Waters und Opernhaus bietet sie für Besucher kaum etwas. Das Stadion ist im Übrigen immer noch im Bau. Weitere dringendst notwendige Maßnahmen für die Infrastruktur wurden geplant und dann wieder verworfen. Nach den drei Vorrundenspielen wird das Stadion als ungenutzter Koloss dastehen, denn es gibt keinen einzigen nennenswerten Verein.

Hier in Manaus wurde ein intaktes Stadion abgerissen, nach heftigem Widerstand aus der Bevölkerung. Das jetzige ist immer noch im Bau. Jedesmal, wenn ich daran vorbeifahre, langsam, denn meist ist da Stau, wundere ich mich über den geplanten Eröffnungstermin im Dezember dieses Jahres, der jetzt auf Februear verschoben wurde. Dazu hieß es, die Prösidentin Rouseff, die zur Eröffnung eingeladen war, habe keine Zeit gehabt. Noch nicht mal die Außenhülle ist fertig. Das Ganze für 800 Millionen Real, zur Zeit fast 300 Millionen Euro. Für was? Für drei Vorrundenspiele. Und danach? Die beste Mannschaft von Manaus ist Regionalliga. Der Bau einer versprochenen dringend notwendigen Schnellbahn wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, das tägliche Verkehrschaos direkt am Stadion wird ingnoriert, genauso wie verfallende marode Schulen, mies bezahlte Lehrer und schlecht ausgestattete Krankenstationen. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Ein Wunder, dass die Leute da nicht nachhaltiger rebellieren.

Für unsere Touren und für die Natur der Region die wir befahren, hat dies alles allerdings keine nachhaltige Bedeutung. Sie können beruhigt hierher kommen. Alle WM Übertragungen bekommen Sie auf unserem Schiff live über unsere  Satellitenschüssel und unseren großen Flachbildschirm.